10 Gründe

10 Merkmale

ppp_logo

= 10 Gründe

die das PPP
zu einem der renommiertesten und einzigartigen Programme
im internationalen Jugendaustausch machen.

die Förderung
des PPP auf US- Seite nicht um 50% zu kürzen, sondern im bisherigen
Umfang in Höhe von 4 Mio. $
beizubehalten.

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (kurz: PPP) ist ein deutsch-amerikanisches Jugend-Austauschprogramm. Es wird seit über 30 Jahren von den Parlamenten beider Länder gefördert und dient als wichtiges Instrument der Auswärtigen Kulturpolitik bzw. der US-amerikanischen Public Diplomacy.

Als Austauschprogramm ist es einzigartig konzipiert. Diese Einzigartigkeit macht sich vor allem an den folgenden 10 Merkmalen fest, von denen jedes Einzelne für sich genommen bereits ein Grund gegen die aktuell vorgesehene Kürzung ist, die auf US-Seite das Programmbudget um 50% (ca. 2 Mio. $) schrumpfen lassen soll.

Folgende Gründe machen das PPP zu einem herausragenden und einzigartigen Programm der internationalen Jugendaustausche:

  1. Aushängeschild der deutsch-amerikanischen (Kultur-)Beziehungen
    Das PPP ist ein deutsch-amerikanisches Jugendaustauschprogramm, das – aus dem Gedenken an die gemeinsame Migrationsgeschichte entstanden – seit über 30 Jahren die besonderen Beziehungen und enge Verbundenheit zwischen beiden Ländern zum Ausdruck bringt; besonders und eng in Hinblick auf die vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen beider Nationen – historisch und aktuell.
    Die substantielle Kürzung der Finanzmittel für das PPP würde den ursprüng-
    lichen Sinn und Zweck des Programms – die Stärkung der gegenseitigen Beziehungen und des Verständnisses für die gemeinsamen Werte – konterkarieren. Und nicht nur das: Eine Kürzung wäre ein starker symbolischer Ausdruck für den aktuellen politischen und kulturellen Stellenwert der deutsch-amerikanischen Beziehungen – in einer Zeit, die nach Zusammenhalt und nicht nach weiteren Irritationen ruft.
  2. Patenschaften – Ausdruck der besonderen Verbundenheit der Parlamentarier beider Länder an die transatlantische Idee
    Der Idee der transatlantischen Völkerverständigung, der das PPP Ausdruck verleiht, verpflichten sich jedes Jahr Hunderte von Abgeordnete beider Parlamente immer wieder neu, in dem sie sich bereit erklären, sich als Paten individuell um die einzelnen TeilnehmerInnen des Programms zu kümmern und sie in ihren Erfahrungen das Austauschjahr über zu begleiten. Die Abgeordneten sind überdies die Schnittstellen zu den Gastfamilien, -schulen,unternehmen und Bürgern in ihren Wahlkreisen.
    Eine Kürzung würde nicht nur die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen treffen, sondern auch die damit direkt verbundene Anzahl der Patenabgeordneten. D.h. mehreren Hundert Abgeordneten in beiden Parlamenten würde ein Zugang zur deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit genommen. Das besondere Gewicht und die besondere Bedeutung, die das Programm bei vielen Parlamentariern hat, würden so geschwächt und die Zukunft des Programms mittelfristig insgesamt in Frage stellen.
  3. Prinzip der Gegenseitigkeit
    Um die Idee der Völkerverständigung tragfähig zu realisieren, ist das PPP als 1:1-Austausch angelegt – d.h. für jede/n entsandte/n TeilnehmerIn eines Landes kommt im Gegenzug ein/e TeilnehmerIn des Partnerlandes – getragen von der gleichen Idee und Zielsetzung des Programms.
    Diesem Prinzip der Gegenseitigkeit folgt auch die Finanzierung des Programms: Beide Parlamente finanzieren den Aufenthalt der gleichen Anzahl von Teilnehmern aus dem jeweiligen Partnerland. Das Prinzip der bilateral-paritätischen Finanzierung bewirkt, dass die einseitige Ankündigung einer Mittelkürzung automatisch die Erwägung von Mittelkürzungen der Partnerseite nach sich zieht; d.h. Mittelkürzungen drohen sich zu multiplizieren. So auch im PPP: Falls es bei den amerikanischen Kürzungen bleiben sollte, hat der Deutsche Bundestag angekündigt, der amerikanischen Mittelkürzung für das PPP – wenn auch zunächst verzögert – aber doch mittelfristig zu folgen. Diese – im deutschen Parlament bisher nie geäußerte – Kürzungsabsicht träfe dann paradoxerweise in allererster Linie die US-amerikanischen TeilnehmerInnen.
  4. Teilnehmer = Juniorbotschafter ihres Landes
    Die TeilnehmerInnen des PPP agieren im Rahmen des Programms explizit als JuniorbotschafterInnen ihres Landes, indem sie im Laufe ihres Gastaufenthaltes bei vielfältigen Gelegenheiten als VertreterInnen ihres Landes auftreten und wahrgenommen werden; sie berichten dabei über ihr Land, ihre Gesellschaft, ihre Kultur – und als Public Diplomats tragen sie so in vielseitiger Form persönlich und – zunehmend auch – medial zur besseren Verständigung beider Nationen bei.
  5. Spiegel der gesellschaftlichen, kulturellen und beruflichen Vielfalt
    Eng mit dieser Botschafterfunktion der TeilnehmerInnen verbunden ist eine weitere Idee: Beide Parlamente legen viel Wert darauf, dass sich die Vielfalt der Kultur und Gesellschaft des jeweiligen Entsendelandes in den jeweiligen Teilnehmergruppen widerspiegeln – sozial, ethnisch, schulisch/beruflich, geographisch und, wo immer möglich, in Form der Berücksichtigung von Behinderten. Gefördert werden sollen explizit auch junge Menschen, die an einem normalen Austauschjahr aufgrund ihres sozialen, gesellschaftlichen oder beruflichen Hintergrundes sonst nicht teilnehmen könnten.
    Das PPP gewährleistet somit programmatisch wie kaum ein anderer deutsch-amerikanischer Austausch Vielfalt und Breite. Dies gilt in ganz besonderer Form für das Berufstätigen-PPP. Die geplante Kürzung der Programmmittel hätte massive Folgen für dieses besondere Markenzeichen des PPP.
  6. Austausch mit „ganzheitlichem“ Konzept
    Um ein tiefes Verständnis der jeweiligen Gastkultur zu gewährleisten, legt das PPP großen Wert auf eine „ganzheitliche“ Gestaltung des Programmablaufs. Es tut dies u.a. über seine einjährige Dauer, über die Unterbringung in Gastfamilien, ein intensives Sprachtraining, den Besuch von Schulen bzw. Hochschulen und die Absolvierung von mehrmonatigen beruflichen Praktika in Unternehmen. Ein weiteres besonderes Element des Programms ist die (Selbst-)Verpflichtung jedes Teilnehmers, sich während des Aufenthaltes im Gastland ehrenamtlich zu betätigen – sei es bei karitativen oder sozialen Einrichtungen, Schulen, Kirchen, im Umweltschutz oder in Alten- und Flüchtlingsheimen.
  7. Freiwilliges Engagement und Kostenbeteiligung breiter Gesellschaftsteile
    Die Vielfalt der Programminhalte des PPP bedingt die Ansprache und Einbindung einer großen Anzahl von Privatpersonen und (öffentlichen) Institutionen – und dies häufig auf freiwilliger, ehrenamtlicher und unentgeltlicher Basis. Dieser Personenkreis umfasst vor allem die Gastfamilien, die Betreuer, aber auch die Helfer, Lehrpersonen und Ansprechpartner in den Schulen, Hochschulen und Unternehmen.
    Rechnet man die unentgeltliche Unterstützung der Gastfamilien und die geld-werten Leistungen der genannten Personen und Institutionen hoch, so ergibt sich eine (konservativ) geschätzte Gesamtsumme von ca. 2 Mio. €, die derzeit allein in Deutschland zusätzlich als Co-Sharing-Anteil pro Jahr zugunsten des PPP aufgebracht wird. In den USA beläuft sich der Beitrag, den Gastfamilien, Colleges, Unternehmen und Teilnehmer selbst tragen, ebenfalls auf eine Summe von 2 Mio. Dollar.
    So betrachtet wird das PPP seiner Bedeutung auch in anderer Hinsicht gerecht – als Public Private Partnership (öffentlich-private Partnerschaft).
  8. Aufbau und Multiplikator deutsch-amerikanischer Netzwerke
    Eines der wichtigsten Ziele des PPP war und ist die Schaffung eines breiten, informellen Netzwerks von jungen Leuten und Nachwuchskräften, die im Nachgang ihres 1-jährigen Aufenthaltes im jeweiligen Gastland über den Atlantik Kontakt halten und so nachhaltig die besonderen transatlantischen Beziehungen stützen und fördern. Diesem Ziel dient sowohl die einzigartige, vielfältige und politisch getragene inhaltliche Gestaltung des PPP als auch die bewusst breit angelegte gesellschaftliche Ansprache einer jungen Zielgruppe zwischen 15 und 24 Jahren. Netzwerkbildung setzt weiterhin voraus, dass neben der Qualität und Breite des Austauschs auch die Zahl der TeilnehmerInnen entsprechend ausgelegt ist.
    Derzeit nehmen jährlich ca. 350 junge Leute auf beiden Seiten des Atlantiks am PPP teil, insgesamt also 700 pro Jahr. Seit Beginn des Programms haben über 23.000 junge Leute – Schüler und junge Berufstätige – aus Deutschland und den USA am PPP teilgenommen. Unterstellt, dass jede/r TeilnehmerIn statistisch (nur) jeweils 100 Personen ihres Gastlandes und Heimatlandes über das Programm und ihr Land berichtet, so ergibt sich eine Multiplikatorwirkung von jeweils 2,3 Mio. Personen – 2,3 Mio. Amerikanern und 2,3 Mio. Deutschen, die persönlich mit und von den TeilnehmerInnen über ihre jeweilige Kultur, Sprache, Politik etc. gesprochen und gehört haben – und dies nicht nur einmal, sondern mehrfach, dauerhaft.
  9. Sicherung von Nachhaltigkeit und Kontinuität der transatlantischen Beziehungen
    Teil der ganzheitlichen Gestaltung und nachhaltigen Ausrichtung des PPP ist auch die – freiwillig organisierte, finanzierte und koordinierte – Alumniarbeit, d.h. Aktivitäten ehemaliger TeilnehmerInnen inner- und außerhalb des Programms – im Nachgang ihres Auslandsjahres. Die ganzheitliche Gestaltung des Programms ist wesentlicher Grund für die langfristige Bindung der Teilnehmer an das Programm. Diese wiederum findet Ausdruck im Gefühl, dem Programm etwas zurückgeben zu wollen – sei es als Betreuer, Gastfamilie oder Teamer – und so dem Ziel des Programms Nachhaltigkeit zu verleihen – der Stärkung der transatlantischen Beziehungen.
  10. Förderung künftiger Fach- und Führungskräfte im transatlantischen Kontext
    Das PPP ist nicht der gezielten Förderung einer kleinen gesellschaftlichen Elite gewidmet – stattdessen fördert das PPP (in großem Umfang) High Potentials, von denen viele „Elite“ werden – und zwar auf allen Ebenen der Politik, Wirtschaft, Kultur, Bildung, Gesellschaft. In all diesen Bereichen finden sich heute eine Vielzahl von ehemaligen PPPlern, die als Führungskräfte die Geschicke beider Länder leiten und steuern, national und international. Sie tun dies jeweils mit der Erfahrung und Perspektive eines 1-jährigen Austauschs; nicht irgendeines Austauschs, sondern eines transatlantischen Austauschs, der unter der besonderen, weil gemeinsam getragenen Obhut der Parlamentarier beider Länder stand und steht – noch!

Dies sind die 10 Merkmale, die in summa die besondere Exzellenz des PPP begründen – in Hinblick auf seine Ziele, sein Konzept, seine Teilnehmer und seinen langfristigen Erfolg als nachhaltiges Instrument zur Förderung und zum Erhalt der deutsch-amerikanischen Beziehungen.

10 Merkmale, die begründen, warum sich die Parlamentarier beider Länder über 30 Jahre einig waren, das PPP als Paten nicht nur persönlich, sondern auch finanziell fördern zu wollen.

Diese Einigkeit in der Förderung droht nun mit der substantiellen einseitigen Kürzung der Budgetmittel zu Ende zu gehen. Eine Reduzierung der Mittel – und damit der Teilnehmerzahlen – um 50% hätte schwerwiegende Folgen, kurzfristig wie langfristig.

Die geplante Budgetkürzung beeinträchtigt das PPP in seiner gesamten Konzeption und Zielsetzung. Wichtige Symbole und Ziele, die mit dem Programm verbunden sind, wären in Frage gestellt. Die einseitige Kürzung zieht eine Multiplikatorwirkung nach sich, die die Zukunft des Programms als Ganzes beeinflussen könnte.

Es geht um zwei Millionen Dollar…

  • 2 Millionen $ gut und vor allem sicher investiertes Geld in 700 junge Leute!
  • 2 Millionen $ Investition in die Zukunft der transatlantischen Beziehungen!